24V Bewegungsmelder für Installationsdosen

Moderne Hausautomatisierungen verlangen in der Regel Sensoren und Aktuatoren auf Basis von 24V Gleichstrom. Quasi alle führenden Produkte im Bereich SPS, egal ob von Loxone, WAGO, Beckhoff, Siemens, etc., arbeiten mit 24V DC.
Um so verwunderlicher ist es, dass es nur recht wenig Auswahl für „einfache“ Bewegungsmelder auf 24V Basis gibt. Das mag daran liegen, dass recht schnell auf die hochwertigeren und präzisieren Präsensmelder gegengen wird, bei denen man recht schnell im Bereich von 80€ aufwärts landet. Ob das nun immer notwendig ist, da lässt sich streiten.

In diesem Artikel möchte ich zeigen wie mit recht geringem Aufwand ein kostengünstiger und für einfache Anwendungen meist ausreichender Bewegungsmelder in wahrscheinliche jedes Schalterprogramm integriert werden kann.

Grundlegend gibt es auf den ersten Blick zwei Ansätze:

  1. Es wird ein günstiger Bewegungsmelder auf 230V AC Basis zu einem 24V DC Melder umgebaut.
    Nachteil hierbei ist der meist komplexere Umbau und die integration in das bestehende Schalterprogramm.
  2. Es wird ein kompakter 24V Bewegungsmelder mit ggf. nur kleinen Anpassungen in eine Installationsdose eingebaut.

Als Beispiel möchte ich hier den 2. Weg für das Schalterprogramm K.1 von Berker vorstellen, da dieser Weg für mein Vorhaben einen Kellerflur und Windfang mit Bewegungsmelder in meinen Augen sinnvoller ist. Eine Liste mit allen benötigen Bauteilen findet ihr am Ende des Beistrages.

Zualler erst schauen wir einmal auf das Ergbniss.
In dem 2er Rahmen ist oben der fertige Bewegungsmelder hinter der Blende verbaut und nur die „Streulinse“ ist zu sehen.









Verwendet wird ein Bewegungsmelder vom Typ „TDL-2023“ mit Buchsenanschluss. Die Spannungsversorgung geht von 5-24V.

Öffnet das Gehäus und lötet mindestens das Kabel am Anschluss „LED+“ aus. Ich habe die drei verbleibenden Kabel durch Eindeldrähte eines Klingeldrahtes ersetzt, da sie besser zu meinem Verdrahtungskonzept mit sehr kleinen Wago 243-304 MICRO-Verbindungsdosenklemmen passen.
Der Bewegungsmelder zieht bei einer Bewegung den Anschluss „LED-“ von 24V auf 0V. Wäre hier eine LED angeschlossen würde diese leuchten, da ein Potentialunterschied vorhanden ist und ein Strom fließen kann. Wir aber wollen mit dem geaschltet Pin „LED-“ an einen digitalen Eingang der SPS gehen. Problem hierbei ist, dass der SPS Eingang so wenig Strom zieht, das die Elektronik im bewegungsmelder nicht sauber zwischen 0V und 24V schaltet. Also brauchen wir einen Pull-up Widerstand von 4,7 k Ohm der zwischen „LED+“ und „LED-“ einlötet wird. (TODO: 4k7->11,7V / 10k->5,8V) Dadruch kann bei erkannter Bewegung genug Strom fließen, so dass die Elektronik des bewegungsmelder sauber arbeitet und wir 0V (Bewegung erkannt) und 24V (keine Bewegung) über den Pin „LED-“ an unsere SPS weitergeben können.

Nun kommt der schwierigste Teil. In die Blende eines Verschlussdeckels muss nun ein Loch mit dem Durchmesser 17,1mm gebohrt werden, Durch dieses Loch passt dann genau die Streulinse des Bewegungsmelders. Wie auf den vorherigen Bildern bereits zu sehen kann der Doseneinsatz für eine Leerdose mit geringer Modifikation genutzt werden um die Platine mit ein wenig heißkleber genau mittig zu platzieren.

Der Bewegungsmelder kann nun Verdrahtet werden.
V+->24V
V- an GND
LED- an den Eingang der SPS (ggf. muss das Signal je nach belieben in der SPS softwareseitig invertiert werden, da eine erkannte Bewegung mit 24V am Eingang anliegt)
Bevor man den bewegungsmelder in die Doese montiert sollte noch die Zeitverzägerung am Poti eingestellt werden. Der Einsatz kann nun mit Schrauben in der Dose montiert werden. Die Krallen mussten aus Platzgründen entfernt werden.




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